Praxis 16

Regina Novy, MSc

Osteopathin D.O., Physiotherapeutin

Behandlungsschwerpunkte

  • Akute und chronische Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates
  • Chronische Kopfschmerzen, Spannungszustände, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände
  • Akute Schmerzen und Irritationen nach Traumen (Unfälle, Stürze, …)
  • Körperliche Reaktionen auf psychische Belastungen (Krankheit, traumatisch erlebte Geburt, Verlusterlebnisse)

In meinem therapeutischen Zugang verbinde ich meine langjährige Erfahrung als psychosomatisch orientierte Physiotherapeutin und Osteopathin mit dem erlebnisorientierten Ansatz des Focusing und dem traumaspezifischen Ansatz des Somatic Experiencing.

Focusing:

Focusing ist ein vom Psychologen, Philosophen und Psychotherapeuten Eugene Gendlin (1926-2017) entwickelter Zugang in Psychotherapie und Selbsthilfe. Focusing ermöglicht es, eine Verbindung zwischen körperlichem und psychischem Erleben herzustellen. Für meine Tätigkeit als Osteopathin steht mir damit ein weiteres Werkzeug zur Verfügung, PatientInnen mit chronischen Schmerzen, Spannungszuständen oder Schlafstörungen zu begleiten. In einer focusingorientierten osteopathischen Behandlung lade ich die PatientInnen ein, mit ihrem Erleben in der osteopathischen Behandlung in Kontakt zu treten, dieses in Worte zu fassen und somit den Behandlungsprozess aktiv mitzugestalten. Damit wird die Be- handlung zu einem Prozess, in dem auch Selbstwirksamkeit und Selbstheilungskräfte der PatientInnen gefördert werden.

Somatic Experiencing:

Der Biologe, Physiker und Psychologe Peter Levine hat mit Somatic Experiencing (SE) einen traumaspezifischen Zugang entwickelt, der zentral auf dem Begriff der Selbstregulation beruht und davon ausgeht, dass sowohl physische als auch psychische Traumen im Körper abgespeichert werden und chronische Schmerzen, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen verursachen können. In diesem therapeutischen Zugang geht es nicht darum, ein Trauma zu „bearbeiten“, sondern dem körperlichen Organismus die Möglichkeit zu geben, sich im Umgang mit dem Trauma zu regulieren. Dabei wird darauf geachtet, dass nur so viel Konfrontation mit dem Trauma stattfindet, wie der Körper momentan verarbeiten kann. Es geht also um eine Unterstützung der inneren Ressourcen der PatientInnen im Umgang mit einem Trauma.

Nach diesem Prinzip biete ich Menschen, die mich als Osteopathin wegen Folgeproblemen von Traumen wie z.B. chronische Kopfschmerzen aufsuchen, einen Rahmen an, in dem sie sich in geschützter Atmosphäre einem Trauma selbstbestimmt und im eigenen Tempo annähern können. Damit kann eine Re-traumatisierung und eine weitere Chronifizierung der körperlichen Beschwerden verhindert werden.